In der Nacht von Sonntag auf Montag ist einem vierjährigen Jungen aus Ulm der Arm durch eine defekte Waschmaschine abgetrennt worden. Sein älterer Bruder und er sind kurz vor Mitternacht(!) in die Küche, wo die defekte Waschmaschine ohne Tür steht und schafften es, auf bisher ungeklärte Weise, diese in Betrieb zu nehmen.
Der immerhin schon elf Jahre alte Bruder hielt es dann für die beste Idee den Arm in die Gefriertruhe zu packen und den Vierjährigen ins Bett zu bringen. Den hörte anscheinend auch niemand schreien, so dass die Mutter, die natürlich nicht mitbekommen hatte, was ihre Kleinen um Mitternacht so trieben, erst am Morgen beim Wecken entdeckte was da passiert war. Anstatt den Notruf zu wählen, hielt sie es dann für das Beste ihren Sohn mit dem Auto in die Uni-Klinik zu fahren.
Jetzt soll ein Gutachter klären warum es überhaupt möglich war die Maschine in Betrieb zu nehmen, da ja die Tür abmontiert war. Um die Familie zu schützen wurde darauf verzichtet genauere Angaben zum Ort des Geschehens zu machen.
Du kriegst die Tür nicht zu! Was haben die Zwei bitte um Mitternacht in der Küche verloren? Ist Montags neuerdings keine Schule mehr? Wo war die Mutter? Zudem: Mit elf Jahren ist man wohl alt genug, um seine Eltern über so einen Vorfall zu informieren und kommt nicht auf die Idee das Ganze zu vertuschen, indem man seinen Bruder, der gerade einen Arm verloren hat und wie ein Schwein blutet, ins Bett bringt! Und jetzt komme mir keiner mit “der stand unter Schock”. Beschränkter ist nur noch die Mutter, die nicht den Notarzt ruft, sondern ins Auto steigt und keinen Gedanken darauf verschwendet, wo denn der Rest vom Arm sein könnte. Natürlich stand auch die unter Schock, schon klar. Da kann mir keiner erzählen, dass die Familie normal ist.
Ein Wunder, dass der Junge überlebt hat, auch wenn der Arm nicht mehr zu retten war. Den konnte die Polizei nämlich nur noch viel zu spät ins Krankenhaus bringen.
Aber die Hauptsache ist ja schließlich, dass jetzt ein Gutachter feststellen kann, dass die Waschmaschine ohne Tür nie hätte funktionieren dürfen. So kann man dann wenigstens dem wahren Schuldigen, dem Hersteller der Maschine, einen Prozess anhängen. Denn die Aufsichtspflicht oder ein Mindestmaß an elterlicher Verantwortung, nein, daran kann es ganz sicher nicht gelegen haben… So läuft das im Jahre 2009 ab. Bei so etwas brennt mir echt nochmal ne Sicherung durch. Der Junge kann einem nur Leid tun.
Heutzutage bräuchte es anscheinend echt einen Führerschein für Eltern oder gleich einen Idiotentest…
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