CreaWriter

CreaWriter

20. Februar 2010 |  by Jack  |  Computer, Software  | 

Zählt man sich zu den selbst hostenden Bloggern wird das Bloggen an sich des Öfteren zur Nebensache. Der Feed ist aus unerfindlichen Gründen nicht mehr valide, Pingbacks kommen nicht mehr an und wieso sind jetzt alle Kategorien verschwunden? Bei all den Kleinigkeiten mit denen man sich rumschlagen muss ist die Kreativität in vielen Fällen die Leidtragende. Doch haltet ein, Hilfe naht.

Zumindest was das Schreiben anbelangt wenn der Blog endlich störungsfrei funktioniert. Allzu gern schraubt man dann aber doch noch weiter am System rum und will der Ursache des Fehlers auf den Grund gehen. Das Ende vom Lied ist, dass man gefrustet ist und keine Lust mehr hat seine Idee auf das virtuelle Papier zu bringen. Zumindest bei mir persönlich fallen so viele Ideen unter den Tisch oder verschwinden erst einmal in der Schublade, die sich bei WordPress “Entwürfe” schimpft. Schimpft aus dem Grund, dass 70% der Artikel, die sich dort seit längerer Zeit befinden nie das glückselige Gefühl mit den bereits veröffentlichten Beiträge teilen dürfen, das Knöpfchen “publizieren” gedrückt bekommen zu haben. Eigentlich schade, findet ihr nicht?

Durch Zufall habe ich von einem Apple Jünger erfahren, dass es ein Schreibutensil für den Mac gibt (WriteRoom), welches sich auf das Nötigste beschränkt um dem Autor die Möglichkeit zu geben seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und möglichst durch nichts abgelenkt zu werden. Sogenannte “Full Screen Text Editors”.

Die Idee hinter diesem Programm fand ich eigentlich nicht schlecht, denn selbst wenn ein Beitrag fertig ist, steht im bei mir persönlich noch die Hürde der “Beitragsvorschau” vor der Veröffentlichung im Weg. Und dieses Hindernis kann manchmal Klick um Klick größer werden, wenn einen bspw. “internal Server Errors” plagen. Warum also nicht ganz weg von WordPress zum Schreiben und sich wie im echten Leben auf eine einsame Insel mit literweise Kaffee zurück ziehen, wo man endlich ungestört schreiben kann und erst aufhört wenn man fertig ist?

Der CreaWriter besteht praktisch nur aus einem Wallpaper mit einem Layer zur Texteingabe darüber – Perfekt zum Bloggen ohne Ablenkung.

Gesagt getan den CreaWriter installiert, der in der kostenlosen Version (es gibt noch eine andere für Nutzer, die gespendet haben) praktisch nur aus Wallpaper mit einem Layer darüber zum Schreiben besteht – perfekt. Null Ablenkung, Taskmenü und alle anderen offenen Programme werden automatisch ausgeblendet, sobald man den CreaWriter gestartet hat.

Es gibt zwar noch zwei tolle Features, die sich “Ambient und Keyboard Sound” nennen aber diese zwei Nervtöter sind nach zwei Klicks im Konfigurationsmenü auch schnell abgestellt. Wem es natürlich gefällt einen 0815 Schreibmaschinensound und die schlimmste Entspannungsmusik, die mir je unterkam, zu hören, der kann diese Extras selbsverständlich auch aktiviert lassen. ;)

Das Programm beschränkt sich also nur auf das reine, ungestörte Schreiben, sonst nichts. Es mag, gerade in Bezug auf WordPress, bessere oder gänzlich andere Möglichkeiten einer Alternativen Oberfläche zum Schreiben als den internen Editor geben aber mir gefällt gerade die Tatsache komplett abgekoppelt zu sein und nur ein Wallpaper meiner Wahl mit einem “weißen Blatt Papier” und der Tastatur an sich vor mir zu haben. Man konzentriert sich nur noch darauf seine Idee niederzuschreiben.

Natürlich kann man sich auch einfach nicht ablenken lassen aber das klappt bei mir einfach nicht richtig. Der CreaWriter blendet dagegen alles konsequent aus und ich kann meinen Gedanken zu Ende denken und niederschreiben. Vielleicht gefällt euch dieses kleine Programm genauso gut wie mehr. :)

Der CreaWriter

Der CreaWriter ist ein sogenannter “Full Screen Texteditor”, der ein Schreiben ohne Ablenkung durch andere Programme gewährleisten will, indem er dem Nutzer nur eine Textbox zur Verfügung stellt. Und diese Aufgabe meistert er durchaus mit Bravour.
Download,

 

4 Comments


  1. Klingt ziemlich interessant. Ich werde mir das Programm direkt mal zulegen und schauen wie ich damit klarkomme. Ich lasse mich nämlich bislang immer ziemlich leicht ablenken, egal ob ich im Wordpress Dashboard oder mit Word schreibe :)

    LG Piet

    • Vielleicht ist die Begeisterung etwas übertrieben aber bei den Mengen an Informationen die auf einen “einprasseln” ist es manchmal sehr angenehm alles auszublenden und sich nur auf das wesentliche zu konzentrieren. Eben einen Gedanken erst einmal zu Ende denken.

      Ich denke, dass effiziente Filtermöglichkeiten ganz allgemein ein Trend in den nächsten Jahren werden. Irgendwie muss man den Informationsfluss, mit der Breite des Mississippi, ja verengen und die für einen persönlich relevanten Infos rauspicken. Aber ich schweife ab… :)

      Gruß
      Jack

  2. Eine prakitsche Sache ist so etwas, wenn man etwas schreibt, wo man sonst keine weiteren Informationsquellen braucht. Aber gerade wenn ich Artikel schreibe, brauche ich Quellen für Verlinkungen, Videos, Bilder und da nützt mir ein reines Schreibprogramm nicht viel.
    Wer einen Editor mit wenig schnickschnack braucht, den kann ich auch vim empfehlen :-)
    Viele Grüße
    Thomas

    • Da hast du Recht Thomas. Aber mir geht es meistens so, dass ich meine Ideen zu einem Thema schon recht genau im Kopf habe und auch ein paar Anregungen aus Quellen behalten habe. Wenn ich dann abgelenkt bin bauscht sich das zu einem riesigen “tolle-Ideen-Sammelsurium” auf und fällt schlussendlich in sich zusammen. ;)

      Bis jetzt nutze ich ihn noch, den CreaWriter, was nicht bei jedem Tool selbstverständlich ist, wenn erst einmal die erste Begeisterung verflogen ist und ein paat Tage ins Land gegangen sind.

      Sobald ich einen Text fertig habe, kopiere ich ihn in den WordPress Editor, packe die Verlinkungen und Bilder dazu und fertig bin ich. Für mich persönlich haut das echt gut hin. :)

      Aber “vim” kannst behalten – da wurde ich mal gezwungen Java mit zu programmieren. Fazit: Nie wider! :)

      Gruß
      Jack

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